Ein Kursniveau sieht wie eine Stufe auf einer Treppe aus. Deine Fähigkeiten können jedoch unterschiedlich weit sein: Vielleicht liest du gut, suchst beim Sprechen aber noch nach einfachen Sätzen. Der passende Kurs beginnt bei deinen tatsächlichen Möglichkeiten.
Was die Bezeichnungen bedeuten
Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen umfasst sechs Stufen von A1 bis C2. A1 und A2 stehen grob für grundlegende, B1 und B2 für selbstständigere und C1 und C2 für fortgeschrittene Sprachverwendung. Die Bezeichnungen beschreiben Fähigkeiten, keine feste Lerndauer. Eine offizielle Übersicht findest du beim Goethe-Institut unten.
Jede Fertigkeit einzeln ansehen
Stell dich vor, höre eine kurze Aufnahme, lies eine praktische Nachricht und schreibe eine Antwort. Ersetze die Sprechaufgabe nicht durch ein fertiges Skript. Notiere, was allein gelingt und wo du Unterstützung brauchst. Gute Lesekenntnisse bedeuten nicht automatisch, dass spontane Gespräche genauso leichtfallen.
Eine Einstufung als Orientierung nutzen
Die Einstufung soll passende Aufgaben ermöglichen. Ist alles zu schwer, bleibt oft nur Raten. Ist alles zu leicht, wiederholst du Bekanntes. Ein Gespräch und eine Schreibprobe zeigen dem Lehrer häufig mehr als ein Wortschatztest allein. Erkläre auch, wann und wofür du Deutsch bisher genutzt hast.
Kursniveau und Studienanforderung unterscheiden
Ein abgeschlossener Kurs beantwortet nicht automatisch die Frage nach dem Sprachnachweis einer Hochschule. Prüfe beim konkreten Studiengang, welche Zertifikate und Ergebnisse verlangt werden. Setze dir für den Unterricht ein handfestes Ziel: etwa eine Meinung mit Begründung ausdrücken. So wird aus der Niveaubezeichnung eine sinnvolle Lernaufgabe.
Jetzt selbst ausprobieren
Lege vier Zeilen an: Sprechen, Hören, Lesen und Schreiben. Notiere jeweils eine Aufgabe, die schon gelingt, und eine, bei der du Hilfe brauchst. Diese Übersicht ist ein guter Ausgangspunkt für dein kostenloses Beratungsgespräch.


